Die Pflanzen und Tierwelt auf Hawaii hat sich wegen unterschiedlicher Faktoren einzigartig entwickelt. Eine große Rolle spielt die isolierte Lage im Pazifik, der vulkanische Ursprung der Inseln, das subtropische Klima, sowie menschliche Einflüsse. Das subtropische Klima und die fruchtbare Vulkanerde, sowie ausreichend Regen, vor allem an den Nordhängen der Berge bieten einen idealen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die isolierte Lage im Pazifik hat viele endemische Tier- und Pflanzenarten entstehen lassen. Endemisch heißt, diese Tiere gibt es einzigartig nur auf den hawaiianischen Inseln und durch die große Entfernung zum Festland oder zu anderen Inseln gab es keine Durchmischung mit anderen Arten. Vor 1700 Jahren landeten die ersten Menschen auf Hawaii, es waren die Polynesier, die von den Polynesischen Inseln vom Südpazifik über den Äquator kamen und brachten weitere Tiere und Pflanzen mit, die sich mit den einheimischen Arten vermischten. Heute ist die Ein- und Ausfuhr fremder Tiere oder Pflanzen auf Fernreisen streng kontrolliert, so daß die einheimischen Arten möglichst geschützt bleiben. Denn diese stellen ein Gleichgewicht dar, was durch Einfluß von außen leicht gestört werden kann. Die Inseln bieten sehr unterschiedliche Lebensräume auf kleinstem Raum. Man findet tropische Regenwälder und Lavawüsten, kahle Steppen und dichten Busch, Sandstrände und Felsklippen, Korallenriffe und Lagunen.
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Silversword |
Die größte Bedrohung der Arten geht vom Menschen aus, denn Hawaii ist ein sehr beliebtes Touristenziel, vor allem für die Bewohner der ganzen West-Amerikanischen Küste, dafür werden Hotels und Apartments, Einkaufszentren und Straßen gebaut. Der Tourismus ist ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft auf Hawaii und deshalb werden hier auch Kompromisse gemacht, zum Leidwesen der Natur. Golfplätze für die Freizeit verdrängen Lebensräume und Zuckerrohranbau, sowie Ananasplantagen zerstören als Monokulturen die Landschaft.
Für Pflanzenkenner ist Hawaii ein Eldorado, so ist die dickblättrige Silversword-Pflanze nur im Krater des Haleakala-Kraters auf Mauii zu finden. In der Mondlandschaft der Vulkankrater, wo es kaum Wasser gibt, außer dem Morgentau, wächst das „Silberschwert” auf 3055 Metern Höhe. Dort kann man auch die seltenen Nene Enten beobachten, die streng geschützt sind und nicht gefüttert werden dürfen, obwohl sie sehr zutraulich sind. Giftige Tiere wie Spinnen, giftige Schlangen oder z.B. Skorpione gibt es auf Hawaii nicht. Die haben den weiten Weg über den Pazifik nicht gefunden. Sehr beeindruckend sind in den Wintermonaten, am besten ab Weihnachten bis Mitte Februar, die Buckelwale. Sie bringen in den warmen Gewässern Hawaii’s ihre Jungen zur Welt und ziehen in großen Herden durch den Pazifik. Oft springen sie aus dem Wasser oder schlagen mit den Flossen auf die Wasseroberfläche.
Carla Damaschke - carla.damaschke (at) gmx.de - 02.05.2007