Die meist verbreiteten Schwimmarten in Deutschland in der Freizeit sind Brustschwimmen und Kraulen. Wobei das Kraulen eher einem eleganten Dahingleiten im Wasser gleicht. Es ist relativ kraftaufwendig , gleichzeitig sehr effektiv und schnell. Viele Schwimmer scheitern an der Technik beim Kraulen, vor allem an der Atmung, denn man ist die meiste Zeit mit dem Kopf unter Wasser und für die Atmung bleibt wenig Zeit. Eine Wissenschaft für sich ist die Bewegung der Arme durch das Wasser und der Beinschlag, sowie die gesamte Lage im Wasser. Viele Schwimmer bevorzugen deshalb das Brustschwimmen, da hier die Atmung meist kein Problem darstellt. Problematisch ist eher, wenn man mit dem Kopf über Wasser bleibt, daß der Kopf die meiste Zeit im Nacken abknickt und so eine Starre im Hals verursachen kann. Der Beinschlag ist sehr speziell beim Brustschwimmen und wird von den wenigsten Freizeitsportlern richtig beherrscht. Er stellt die Hauptantriebskraft dar, wogegen beim Kraulen der Hauptantrieb von den Armen kommt und die Beine nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Seit dem 16. Jahrhundert ist das Brustschwimmen als Sport- und Bewegungsart im Wasser bekannt. Im Wettkampfbereich überwiegt heute die Kraultechnik, die erst im 19. Jahrhundert in den deutschen Raum kam. Und richtiges Kraulen wurde das erste mal durch den Australier Cecil Healy im Jahre 1906 gezeigt, der die 100 Meter Strecke im Kraulen gewann. Johnny Weissmüller unterbot 1922 die 100 Meter Zeit. Das Rückenschwimmen war schon im 18. Jahrhundert in Europa verbreitet und wurde offiziell 1900 auf den olympischen Spielen eingeführt. 1912 gewann der Amerikaner Harry Hebner die Goldmedaille mit der Rückenkraultechnik.
Claudia Conradt - claudia.conradt [ät] gmx.de - 18.05.2007