Aus einer Babylonischen Tontafel wissen wir um die Geldentstehung im Altertum. Es wurde ein Kredit gegeben, dies war in der Regel eine Ware (Getreide oder ein Ackerochse) gegen die Besicherung dieser Forderung durch das Eigentum des Schuldners. Meist war dies sein Land oder auch seine persönliche Freiheit.
Wurde der Kredit nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zurückgezahlt, bekam der Gläubiger das Eigentum am Land des Schuldners oder der Immobilien oder der Schuldner selber wurde Sklave und durch den Verkauf des Sklaven konnte der Kredit zurückgezahlt werden. Meist wurde noch eine dritte Person als Bürge notwendig. So hatte der Gläubiger immer die Möglichkeit, seine Forderung zu befriedigen.
Wenn dagegen der Staat einen Kredit aufnimmt, durch das Herausgeben von Staatsanleihen, steht seine Kreditwürdigkeit nicht in Frage. Denn der Staat kann sich durch die Steuern jederzeit von seinem Volk die zur Rückzahlung notwendigen Mittel besorgen. Er muß auch nicht ein bestimmtes Eigentum belasten, wie ein privater Kreditnehmer. Er haftet immer mit dem ganzen Staatsbesitz für die aufgenommenen Schulden. Früher war eine der wesentlichen Gründe für die Ausweitung der Menge von Geld, also die exzessive Verschuldung zur Führung von Kriegen. Diese Kriege dienten in der Regel dazu, weitere Steuereinnahmen zu erschließen.
In der Moderne hat sich das Privateigentum gegen das Gemeinwohl durchgesetzt. Es folgte immer nach dem gleich Muster: Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Aufwendungen und Kosten. Sehr schön zu sehen in der Schaffung der britischen Kriegsmarine, zum Nutzen der Handelsgesellschaften und zu Lasten der Bevölkerung. Oder die Kernkraft, mit staatlichen Zuschüssen wurde die Forschung und Entwicklung finanziert. Die Kraftwerksbauer und Betreiber machten privat die Gewinne und die Entsorgung wird von der Allgemeinheit getragen und finanziert. Die modernen Kriege sind ein warmer Regen für die Rüstungsindustrie und andere Konzerne, die am Aufbau des zerstörten Landes verdienen können und für die neue Absatzmärkte entstehen.
Autor: Karina Bartels - karina.bartels (et) gmx.de - 31.05.2007