Kurierdienste gibt es viele in Deutschland. Sie agieren mit unterschiedlichen Transportmitteln und über unterschiedliche Reichweiten (beispielsweise als Fahrradkurierdienst oder als Paketkurier). Ihnen allen gemeinsam ist die von der ursprünglichen Tätigkeit eines Kuriers abgeleitete persönliche Begleitung einer per Kurier versandten Ware von der Übernahme bis zur Auslieferung. Im Bereich der Logistik wird dabei vom so genannten Punkt-zu-Punkt-Verkehr gesprochen. Vor allem in größeren Städten und in Ballungsräumen sind Kurierdienste häufig gefragt, wenn es gilt, Waren oder schriftliche Dokumente, Verträge schnell und ohne viel Zeitverlust von einem Ort zum anderen zu befördern. Hier haben sich vor allem Fahrradkuriere als schnelle, unkomplizierte Alternative zum motorisierten Kurier etabliert. Ist man als Fahrer bei einem Kurierdienst tätig, so ist es unbedingt von Nöten, gute Ortskenntnisse zu haben, um Waren schnell und termingerecht an das für sie bestimmte Ziel bringen zu können. Häufig erweben auch Taxiunternehmer eine Zweitzulassung als Kurierfahrer, da die nötigen Ortskenntnisse bei beiden Tätigkeiten sozusagen die Geschäftsgrundlage bilden. In manchen Städten haben sich mehrere Kurierdienstleiter zu einem Netzwerk zusammen geschlossen, dass über eine zentrale Rufnummer von potentiellen Kunden erreicht werden kann. Auf diese Art und Weise können die unterschiedlichen Kuriere flächendeckend tätig werden und die Unternehmen vor Ort in relativ kurzer Zeit einen Kurier für eine Transporttätigkeit beauftragen. Überregional und Länder übergreifend wurde das Geschäft von Kurierdienstleistern zumeist durch international tätige Systemanbieter abgelöst. Durch deren flächendeckende Vernetzung bieten sie häufig eine ganze Reihe standardisierter Versandlösungen an, die von Kurierdienstleistern in dieser Form nicht erbracht werden können. Kuriere bleiben darum zumeist in ihrem überschaubaren Bereich aktiv.
Autor: Michael Stöckler - Mail (et) michael-stoeckler.de - 25.10.2007