Fahrradkleidung für den Winter ist kein Luxus. Sie soll natürlich vor Kälte schützen und auf der anderen Seite soll sie die überschüssige Wärme ableiten. Man kann, um der Sache näher zu kommen, den Körper des Radfahrers in Zonen aufteilen. Der vordere Bereich ist dem Fahrtwind besonders ausgesetzt, kühlt also schnell aus, während der Rücken weniger betroffen ist. Wer schon einmal im Winter, nach anstrengender Bergauf - Fahrt die folgende Gefällstrecke heruntersaust, kennt den Effekt. An der Brust bilden sich die ersten Eiskristalle, während im Rücken noch der Schweiß herunter läuft. Sportunterwäsche und Oberbekleidung sind dann richtig, wenn sie diesem Effekt Rechnung tragen und auf der Vorderseite dichteres Material aufweisen als im Rückenteil. Synthetische Materialien haben sich auf diesem Gebiet bestens bewährt. Die Hände müssen unbedingt geschützt werden, aber man darf nicht vergessen, dass der menschliche Körper die meiste Wärme über den Kopf verliert. Also: Mütze drauf! Armlinge und Beinlinge sehen vielleicht seltsam aus, bieten aber hilfreiche Variationsmöglichkeiten. Zusammen mit einer Weste können sie in vielen Einsatzbereichen die Jacke ersetzen. Aber auch schnell überstreifbare Hosen sind im harten Einsatz eine gute Wahl. Ohne eine vernünftige Fahrradkleidung kann eine Fahrradtour in der kalten Jahreszeit böse enden. Einen Infekt oder eine Erkältung will sich niemand einfangen – darum vernünftig einkleiden.
Autor: Josef Bucher - sebutec(at) online.de - 13.11.2007