Bei einem Urlaub in Ägypten ist meistens auch eine Nilrundfahrt obligatorisch. Dabei darf nicht vergessen werden, dass der Nil mit seinen ca. 6700 km Länge der ägyptischen Bevölkerung von alters her als Lebensader diente. Die jährlichen Überschwemmungen garantierten eine reiche Ernte, der Strom verband als Handelsstraße den Norden mit dem Süden.
Das Niltal erstreckt sich vom ersten Katarakt, den Stromschnellen im Süden des Landes, bis zum Mittelmeer über eine Länge von ca. 800 km. Im Osten und Westen ist es von Wüste umgeben. Bis der Nil schließlich in seinem Delta eine bis zu 25 km breite Flussoase bildet, speist er kultiviertes Ackerland und bietet rund 95% der Bevölkerung Lebensraum. Noch heute fasziniert das fruchtbare Niltal nicht allein wegen seiner zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die als Zeitzeugen die Ufer säumen. Der Fluss ist vielmehr selbst Zeuge einer jahrtausende alten Tradition des Ackerbaus. Heftige Sommerniederschläge lassen ihn über die Ufer treten und machen das Land fruchtbar. Mit dem Bau des Assuan-Staudammes, der häufig Ziel von Nil-Reisenden ist, wurde der Höhepunkt der landwirtschaftlichen Nutzung des Niltales erreicht. Er reguliert die Wassermassen, garantiert die Bewässerung auch in Trockenperioden und dehnt somit die Nutzflächen aus. Dies zieht auf der anderen Seite aber auch Probleme mit sich, die nicht unerheblich sind. So hält der Damm beispielsweise den nährstoffreichen Schlamm zurück, der als Dünger diente und die Erosion verhinderte. Dennoch profitieren der Fremdenverkehr sowie die Bauern in erheblichem Maße. So sollte einem facettenreichen Urlaub in Ägypten nichts im Wege stehen.
Autor: Thomas Trimmel - thomas (et) viaki.com -17.11.2007