Campingurlaub in Italien kann Spaß machen, wenn man den August meidet. Denn hier ziehen ganze Familienverbände mit Sack und Pack aus den Großstädten ans Meer. Dies geht vor allen Dingen auf den Geldbeutel und nicht zuletzt auf die Qualität: überhöhte Preise, Überfüllung, verschmutzte Sanitäranlagen und Lärm. Die Monate Mai, Juni und September sind dagegen ideale Campermonate.
Italien eignet sich im Allgemeinen hervorragend für das Reisen mit dem Wohnmobil. Außerhalb der großen Städte, besonders auf den gut ausgebauten Nebenstraßen, bereitet das Fahren einen wahren Genuss. Freies Übernachten ist, von der Küste abgesehen, kein Problem, denn fast alle Dörfer und Städte bieten zu diesem Zweck entsprechende Parkplätze an.
Zu den beliebtesten Campingregionen für Deutsche zählt die gesamte Gegend des Gardasees. Besonders empfehlenswert sind die hübschen kleinen Campingplätze um den Iseo See. Ein weiteres Eldorado für Camper ist Domaso am Comer See.
An der oberen und mittleren Adria ballen sich die Plätze. Sehr begehrt ist vor allem die Landzunge Litorale del Cavallino südöstlich von Vendedig, von wo man problemlos Tagesausflüge in die Lagunenstadt machen kann. Besonders geeignet für Camper sind auch Ravenna der Großraum Rimini und die Küstenstriche weiter südlich.
Die Insel Elba ist bei Campern sehr beliebt. In Süditalien ist die Halbinsel des Gargano eines der großen Campingziele. Ebenso beliebt das das Capo Vaticano südlich von Tropea in Kalabrien und in Apulien das Salento.
Die meisten Campingplätze an den Seen sind ab Anfang April bis Ende September geöffnet. Am Meer öffnen die Plätze meist im Mai bis Ende September. Auf Sizilien sind die meisten Campingplätze ganzjährig geöffnet. Auf die offiziellen Öffnungszeiten sollte man sich allerdings wenig verlassen, denn wenn keine Nachfrage mehr besteht, werden die Plätze rigoros zugemacht.
Die Preise gestalten sich durchaus unterschiedlich. Während die für den Fremdenverkehr stark entwickelten Regionen reichlich hohe Gebühren verlangen, trifft man außerhalb der touristischen Hochburgen oft auf sehr gepflegte und günstige Plätze. Verwirrend ist die etwas unterschiedliche Gestaltung der Preise: mal sind Auto und Stellplatz im Personenpreis inbegriffen, mal geht alles extra. Um am Ende böse Überraschungen zu vermeiden, sollte man sich bei der Buchung genauestens Informieren welche Leistungen die Preise beinhalten und welche nicht.
Autorin: Agathe Freudenstein - agathe@elib.org - 11.05.2008