Lesen strengt die Augen an, sagt man – aus diesem Grund benötigt man gutes Licht. Was ist aber gutes Licht? Gesundes Licht? Machen Sie den Selbstversuch. Setzen Sie sich mit Ihrem Buch im Sommer auf den Balkon, in den Garten oder einfach irgendwo draußen ins Freie. Wie lange dauert es, bis die Augen ermüden? Wahrscheinlich ist es eher so, dass Sie, lange bevor Sie das Gefühl haben, die Augen sind zu müden, selbst keine Lust mehr zum lesen haben. Und die Augen an sich sind immer noch „fit“. Bei künstlichem Licht werden Sie das Gegenteil feststellen: vielleicht würden Sie gerne weiterlesen, denn das Buch ist spannend und gut, aber Sie haben das Gefühl, die Augen wollen nicht mehr. Buchstaben beginnen vor Ihren Augen zu verschwimmen, und Sie äußern etwas wie „ich glaube, ich brauche eine Brille …“. Nein, wahrscheinlich brauchen Sie keine Brille, auch wenn eine regelmäßige Prüfung der Sehkraft auf keinen Fall schlecht sein kann. Aber meistens liegt es einfach nur an der Art des Lichts. Die Lösung ist vielleicht einfacher, als man denkt. Denn man kann die normale Glühbirne gegen eine Vollspektrumleuchte austauschen. Diese Vollspektrumleuchten sind dem Farbspektrum des Sonnenlichts nachempfunden und sorgen für das gleiche Licht wie die Sonne, die im Sommer vom Himmel strahlt. Je nach persönlichem Helligkeitsbedürfnis kann man dieses genauso dimmen wie bei normalen Leuchtmitteln. Das sind die perfekten Leseleuchten. Und warum nun nennt man diese Leuchten „Lese- und Therapieleuchten“? Ganz einfach. Dieses der Sonne nachempfundene Licht dringt durch die Netzhaut des Auges ein, von dort aus wird die Produktion der lebenswichtigen Hormone Serotonin, Melatonin und Cortisol angeregt und das Zusammenspiel geregelt. Das sind die drei Hormone, die für unsere Grundstimmung, unseren geregelten Schlaf und unsere Energie zuständig sind. Außerdem ist der Elektrosmog, dem wir uns aussetzen müssen, wenn wir Elektrizität benutzen, deutlich reduziert, und der Energieverbrauch beträgt nur ein Achtel von dem einer normalen Glühbirne. Wenn das keine Argumente sind?
Autor: Luca Becker - suma@lightcare.de - 16.06.08