In hoch entwickelten Industrieländern ist Wirtschaftsspionage ein bekanntes Phänomen. Das Ausspionieren von Daten und anderen Informationen kann dem spionierenden Wettbewerber hohe Investitionskosten in Forschung und Entwicklung einsparen lassen. Dabei kann die Wirtschaftsspionage sowohl von nationalen Konkurrenten als auch von ausländischen Unternehmen ausgehen. Der letztgenannte Fall dürfte insbesondere Firmen betreffen, die eine Niederlassung im Ausland haben – die Gefahr, dass hier von den einheimischen Konkurrenzunternehmen, ob mit oder ohne die Unterstützung der dortigen Behörden, Industriespionage betrieben wird, ist nicht zu unterschätzen. Von wem das Ausspähen von Betriebsgeheimnissen auch ausgehen mag, die bei der Wirtschaftsspionage verwendeten Methoden unterscheiden sich im Prinzip nicht von den Techniken bei jeder anderen Art von Spionage. Zu einem beliebten Mittel zählt hier sicherlich die fast schon traditionelle Abhörwanze, die sich recht schnell und einfach im Büro des Geschäftsführers, in dessen Dienstwagen oder gar an einem der Gegenstände, den er ständig mit sich trägt, anbringen lässt. Nicht minder unkompliziert verhält es sich mit einer Minikamera, die bei einer Wirtschaftsspionage genauso wenig fehlen darf, etwa für die geheime Aufzeichnung wichtiger Geschäftsunterlagen. Insgesamt steht bei der Werksspionage von heute die gesamte Bandbreite der modernen Spionagetechnik zur Verfügung, die von der klassischen Abhöranlage über einen sogenannten Keylogger bis hin zum Funk Minisender reicht.
Autor: Gisela Bsdok - abisz2@gmx.net - 20.09.2008