Reisen und Ferien
In unserer Gesellschaft hat die Mobilität und freie Zeit, in der man nicht arbeiten muß stark zugenommen. Man kann grundsätzlich jedes Fleckchen der Welt mit mehr oder weniger großem Aufwand heute erreichen. Schon während der Eiszeit mußten die Menschen reisen, allerdings eher gezwungenermaßen, um zu überleben. Die Nomadenvölker in den Steppen reisen heute noch ihrer Nahrung, den Tieren hinterher. Im Mittelalter waren die Reisenden für die Kreuzzüge unterwegs und die Pilgerreisen und Walfahrten wurden aus religiösen Zwecken gemacht. Händler reisten von verschiedenen Punkten der Erde, um Ihre Waren zu transportieren. Im 15. bis 17. Jahrhundert gab es die Entdecker und Eroberer, die zu Pferde und per Schiff die Welt bereisten, um Gewürze und Schätze aller Art in ihre Heimat zu bringen. Im 18. Jahrhundert konnten es sich die Adeligen leisten Bildungs- und Entdeckungsreisen zu unternehmen. Im 19. Jahrhundert emigrierten viele in andere Staaten, was den Kolonialismus begründete. Zu dieser Zeit konnte man sich erstmalig per Eisenbahn bewegen. Das 20. Jahrhundert begann mit den Wandervögeln, die als Gesellen ihre Erfahrungen auf der Wanderschaft sammelten. Erst nach dem 2. Weltkrieg mit dem wachsenden Wohlstand und der wachsenden Mobilität konnte sich der heutige Tourismus etablieren. Wir fahren in die Ferien, um uns zu erholen, um etwas zu erleben, um neue Kulturen und Menschen kennenzulernen, also aus reinem Vergnügen.